Return to Baldur’s Gate

Heroes of BGNow, this here took me by complete surprise. James Ohlen, former Bioware lead designer for CRPG pearls like Baldur’s Gate I + II, Neverwinter Nights and Dragon Age:Origins has become a tabletop rpg publisher and together with another former Bioware employee (Jesse Sky), he just released kind of a sequel for BG 1 in the Dungeon Masters‘ Guild. Heroes of Baldur’s Gate starts a year after the event of that game, when Zhentarim Forces try to fill the power vacuum left by the demise of the Baalspawn Sarevok. Written for 5E, this 160-page adventure serves as an entry point to the Forgotten Realms, bringing new heroes from level 1 to 6 during its course. Including stats for some of the games‘ most popular NPCs, it also comes with a Sword Coast campaign guide, detailing the city and its surroundings.

Immediately bought the digital version of this product (it is downloading while I write this) and haven’t been as excited as now for a very long time. To this day, I think that the BG series has been one of the best gaming experiences of all times (if not for Planescape: Torment, I’d rank it as THE best) and to get an adventure written by the guy who helped bring those game to live makes me giddy with anticipation.  From the looks of it, I already like what I see (the artwork for the NPCs is awesome, I immediately fell in love with Jaheira once again), and I’ll certainly write a full review after I’ve read it.

And this, when I just announced my departure from the Sword Coast yesterday, I guess Tymora has other plans for me.

Zurück in die Vergessenen Reiche

GamalonIch habe in den letzten Jahren immer mal wieder über meine Liebe zu den Vergessenen Reichen gesprochen und auch im Jahr 2017 ist Abeir-Toril trotz aller Verwerfungen, denen es im letzten Jahrzehnt ausgesetzt war, immer noch meine Lieblingswelt. Andererseits bin ich ein ebenso großer Fan der Abenteurpfade PAIZOscher Machart, die aber dummerweise für deren eigenes Setting Golarion geschrieben wurden. Auch diese Welt (oder besser: Teile davon) mag ich sehr gerne, allerdings hat Golarion es nie geschafft, auf mich langfristig dieselbe Faszination auszuüben. Was möglicherweise der Entwicklung geschuldet ist, die Paizo vom Abenteuerverlag zu einem mehr auf Regeln fokussierten Verlag machte.

Wie dem auch sei, aus irgendeinem Grund kam ich letztens auf die Idee, mich mit der Giantslayer-Kampagne aus dem Hause Paizo zu beschäftigen und fast automatisch dachte ich daran, diese in die Vergessenen Reiche zu konvertieren. Wie üblich arten solche Ideen bei mir gerne mal aus und so bin ich wieder bei einem anderen Gedanken gelandet, nämlich meine eigene Variante der Reiche zu entwickeln und auszubauen und dabei Paizos Abenteuerpfaden wichtigen Einfluss auf die Geschichte Faeruns zu gewähren. 2011 hab ich mal mal auf meinem alten Blog so etwas angeschnitten. Damals ging es um die Idee, aus den ersten 9 Abenteuerpfaden einen gigantischen Megaplot zu zimmern, der die Helden am Ende gegen ein paar der mächtigsten Bösewichtern stellen würde, die die Reiche zu bieten haben. Im Moment weiss ich noch nicht, ob ich darauf nochmal zurückgreifen werden, daher sei das hier nur am Rande erwähnt. Für meinen neuen Anlauf sieht der Plan bisher allerdings so aus:

1. Wir schreiben das Jahr 1372 DR, das Jahr der Wilden Magie. Sprich die Grundlage für meine Variante der Reiche ist das Kampagnenbuch der dritten Edition, was nach wie vor für mich das beste Kampagnenbuch der Rollenspiel (oder zumindest D&D-)Geschichte darstellt. Ich hatte kurzfristig darüber nachgedacht, mit der Grey Box zu beginnen, weil mir das mehr Freiraum für meine Settingversion lassen würde, habe dann aber darauf verzichtet, weil mir der größere Detailreichtum des 3E-Buchs durchaus behagt. Das heißt nun nicht, dass ich alles Material aus diesem Buch oder gar der früheren Editionen als Kanon voraussetze, ich nehme es lediglich als Arbeitsgrundlage. Insbesondere heißt es aber auch, dass die offizielle Geschichte der Reiche ab 1372 in meiner Version so nie gegeben hat. Ich werde mir sicher einiges neueres Material aneignen, glaube aber nicht, dass die großen Geschichtslinien, insbesondere die Zauberpest und die spätere Teilung bei mir so stattfinden werden. Wobei ich wohl eh nie so weit kommen werde.

2. Für den Anfang werde ich neben besagtem Kampagnenbuch insbesondere mit dem 3E-Quellenbuch über die Silbermarken arbeiten, Und wo wir schon bei der Riesentöter-Kampagne sind, spielt natürlich auch Ray Winnigers Quellenbuch „Giantcraft“ von 1995 eine große Rolle. Außerdem /Stichwort: neueres Material) werde ich wohl auf die 5E-Kampagne „Storm King’s Thunder“ zurückgreifen und plane, die Plots der beiden Abenteuerpfade miteinander zu verbinden. Neben den Silbermarken wird daher wohl auch der Rest des Wilden Nordens und die Schwertküste im Zentrum des Geschehens stehen, weitere Quellenbücher über die Schwertküste, die Savage Frontier und den Norden werden also wohl nach und nach dazukommen. Ob ich auch auf die Abenteuer der Adventurer’s League zugreife, weiß ich noch nicht, halte es aber für durchaus möglich.

3. Regelseitig werde ich wohl weiterhin mit dem Pathfinder RPG arbeiten, da ich aber immer mal wieder darüber nachdenke, mir auch D&D 5E genauer anzuschauen, könnte es auf dauer auch in diese Richtung gehen, das halte ich mir offen. Für den Moment aber bleibe ich noch bei Pathfinder

Der Mehrgewinn für diesen Blog sollte in einer Reihe von Artikeln bestehen, die sich einerseits mit meinen Veränderungen am Setting und der Konversion der jeweiligen Abenteuer beschäftigen, andererseits aber auch Regelmodifikationen mit sich ziehen könnten, mit denen ich älteres Material auf den neueren Stand bringe. Außerdem schwebt mir eine Artikelserie analog zu Eytan Bernsteins früherer Class Chronicles-Serie vor, die die verschiedenen Klassen, Prestigeklassen und Archetypen in meine Version der Reiche einbindet.

Letzten Endes aber geht es mir vor allem darum, wieder aktiver als Spielleiter zu werden, und da ich in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht habe, dass meine Zeit zu begrenzt ist, um sowohl die Arbeit am Setting als auch die an der praktischen Spielrunde in der von mir gewünschten Detailfreude und Qualität zu leisten, ist das hier quasi der Versuch, mit der entsprechenden Vorabeit mich später aufs eigentliche Spielen konzentrieren zu können.

Na gut, eigentlich ist das eine Ausrede, ich würde das nämlich auch machen, wenn am Ende kein Spiel zustande kommt.

[Rezi]Rogue Genius Games – The Tomb of Felgar the Goblin King

RGG-toFtGKRogue Genius Games ist einer meiner liebsten Kleinverlage aus der Pathfinderszene, insbesondere weil einer der Mitbegründer Owen K.C. Stephens ist, den ich als Designer wie als Person sehr schätze und der inzwischen wohl besser als festangestellter Paizo-Mitarbeiter und Chefdesigner des Starfinder Regelsystems bekannt ist. Als mir daher kürzlich eine Mail reinflatterte, die mich über ein riesiges RGG Bundle informierte, habe ich nicht lange zögern müssen, bevor ich mir das zulegte, immerhin sind das so etwa 390 PDFs für schlappe 30 Dollar (und weil ich schon einiges davon besaß, wurde es für mich nochmals deutlich billiger). Und in einem Anflug von Übermotivation hab ich auch gleich eines gelesen, um es hier in Rezension vorzustellen. Um genauer zu sein, hab ich die erste PDF ausgewählt, die laut Drivethru von dem Verlag in meinem Besitz ist, die aber witzigerweise noch dem Vorgängerverlag Super Genius Games gehört und damit gar kein Teil des Bundles war.

One night Stand – The Tomb of Felgar the Goblin King liegt mir in der überarbeiten Fassung von 2009 vor, die sich von der ursprünglichen Version von 2008 vor allem im Layout unterscheidet (das Layout der Originalversion lehnt sich an das Layout der früheren AD&D-Bücher an, während die Neuauflage klar an das Layout der 4. Edition von D&D angelehnt ist (es gibt übrigens auch eine 4E Variante dieses Abenteuers). Der Inhalt ist weitestgehend gleich geblieben.

Idee hinter diesem Produkt ist, dem Spielleiter ein Abenteuer an die Hand zu geben, für dessen Leitung er einen möglichst geringen Vorbereitungsaufwand betreiben muss. Das ist den Designern auch ganz hervorragend gelungen, führt allerdings auch zu einem recht großen Umfang für ein doch recht kurzes Abenteuer. Die PDF umfasst 34 Seiten, von denen eigentlich nur 4 der Beschreibung des eigentlichen Abenteuers dienen, dass von daher wohl ganz vorzüglich für einen One Night Stand dient. Der große Rest enthält insbesondere vollfarbige Kartenquadranten, die man ausdrucken, zusammenfügen und damit eine recht große Kampfkarte des titelgebenden Grabs erstellen kann. Besonderer Clou dabei ist, dass eine Reihe dieser Quadranten in einer alternativen Version vorliegen, die es dem SL ermöglichen, das zu erforschende Gebiet erst nach und nach aufzudecken, so dass die Spielern bestimmte Geheimnisse erst entdecken müssen, bevor sie auf der Karte sichtbar werden. Dazu kommt eine einseitige Gebietskarte für den Spielleiter selbst, der damit leichter den Überblick behält, sowie 4 Seiten, auf denen jeweils der für eine bestimmte Kampfbegegnung relevante Kartenabschnitt gezeigt wird, und die außerdem ausschneidbare Aufsteller enthalten, auf denen im Comicstil alle im Abenteuer benutzten Monster gezeichnet sind.

In der Neuauflage kommt noch eine Seite hinzu, die die wichtigsten Spielwerte der Monster enthält. Diese folgen der Darstellung der 4E-Monster und wirken damit sehr übersichtlich, obwohl auf einigen der Karten das Druckformat schon sehr klein gewählt wurde, so dass ich es auch bei großer Vergrößerung auf verschiedenen Geräten nicht wirklich lesen konnte und eher raten musste, was da stehen soll. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt, ansonsten bekommt man hier ein wirklich toll aufbereitetes Kurzabenteuer, dass man locker an einem einzelnen Spielabend über die Bühne bringen kann.

Inhaltlich kann man natürlich kaum etwas zu dem Abenteuer sagen, ohne zu spoilern. Letzten Endes ist es nicht mehr als ein kleiner Dungeon Crawl, den man wahrscheinlich in jede Welt, in der es Goblins gibt, problemlos einbauen kann. Hintergrund ist, dass es einst eine größere Goblinzivilisation gab, Felgar ein legendenhafter Goblinkönig ist, dessen Grabmal eines der größten goblinischen Heiligtümer ist, dieses aber im Dunkel der Zeit verschollen ging und nun seiner Wiederentdeckung hart. Bis heute suchen die Goblins nach diesem Grab, und, man kann es bei dem Titel des Moduls wohl erraten, ist die Zeit bis zu seiner Wiederentdeckung nicht mehr fern.

Laut Cover ist das Modul für Charaktere der 2. bis 5. Stufe geeignet, wobei ich glaube, dass es für Charaktere der 2. Stufe sehr herausfordernd, für Charaktere der 5. Stufe aber schon deutlich zu einfach sein dürfte, die Wahrheit also wohl eher in der Mitte liegt. Ansonsten ist diese Modul wirklich hervorragend dazu geeignet, auf Halde zu liegen um in einem passenden Moment hervorgezaubert zu werden, wenn man mal nicht viel zeit zur Vorbereitung hatte. Darüber hinaus enthält es trotz der Kürze schöne Ideen, wie man den Hintergrund der eigenen Welt anreichern kann bzw. , wie man mit den Folgen der Entdeckung dieses Grabs umgehen kann.

Auch fast zehn Jahre später sehe ich daher allen Grund, eine Kaufempfehlung auszusprechen und gebe trotz des angesprochenen Schönheitsfehlers fünf von fünf möglichen Sternen.

[Rezi] Adventure-a-Week . Crypt of the Sun Lord

crypt_sun_lordKürzlich bin ich eher zufällig über eine Seite namens http://Adventureaweek.com gestolpert, die mir bis dato völlig unbekannt war. Dem Namen treu ist es das Ziel der Betreiber, in jeder Woche ein neues Abenteuer zu veröffentlichen. Dazu bedienen sie sich unter anderem aus dem Autorenpool der Paizo Superstar-Teilnehmer, was die Sache für mich natürlich interessant macht. Und da die Abenteuer sowohl für 3.5 als auch für Pathfinder geschrieben sind und, obwohl generisch einsetzbar, alle in einer gemeinsamen, auch auf dieser Seite vorgestellten eigenen Kampagnenwelt spielen, hab ich kurzerhand mal das aktuelle Angebot genutzt, mich als Trial Member angemeldet und mir die beiden ersten veröffentlichten Abenteuer runtergeladen. Das erste hab ich mir inzwischen auch etwas genauer angeschaut.

The Crypt of the Sun Lord ist ein Abenteuer der 1. Stufe für 4-6 Spielercharaktere, in dem die Verfolgung eines diebischen Goblins die Helden in ebendiese Krypta führt. Eigentlich ist damit der Plot des Abenteuers auch schon zur Genüge beschrieben, der Rest besteht aus der Erkundung der Krypta, womit das Abenteuer letztlich nicht mehr als ein kleiner Dungeon Crawl ist. Dennoch umfasst die downloadbare PDF-Datei 28 Seiten, also fast den typischen Umfang eines 32-seitigen Pathfinder-Modules, was sofort die Frage aufwirft, wo denn der ganze Platz hinverschwunden ist.

Die Antwort ist allerdings sehr einfach: Zum einen ist das Abenteuer sehr professionell gestaltet, inkl. Cover und Back Cover, Credits und der nötigen OGL. Zum anderen widmen sich etwas mehr als 4 Seiten dem Kampagnenhintergrund und der stimmungsvollen Einführung der Spieler in das Szenario. Und zum dritten sind auf 6 Seiten die enthaltenen Gegner mit vollen Spielwerten sowohl für D&D 3.5 als auch für das PFRPG (5 Seiten) und die neben den Begegnungs-XP zu erhaltenden Erfahrungspunkten (1 Seite) gewidmet. Bleiben also für das eigentliche Abenteuer noch 14 Seiten über, und das passt dann schon besser.

Ok, über den Inhalt will ich gar nicht soviel verraten. Neben dem Goblin-Dieb und seinen beiden Kumpanen bekommen es die SC vor allem mit den untoten Wächtern der Krypta zu tun, die das Grab des Sonnenfürsten schützen. Außerdem wäre so eine Krypta nichts ohne Fallen, also gibt es auch davon die ein oder andere.

Diese Fallen sind auch eine der Stärken des Abenteuers; per se handelt es sich dabei zwar um Standardfallen, doch wurden sie so geschickt in das Szenario eingebaut, dass es den Spielern kaum gelingen wird, sie alle zu entschärfen, bevor sie Schaden anrichten können. Das standardmäßige Fallenfinden per Suchen/Wahrnehmung wird hier also nur eingeschränkt funktionieren.

Eine weitere Stärke sind die atmosphärischen Beschreibungen sowohl des Kampagnenhintergrundes als auch der Krypta und ihrer Bewohner selbst. Keine Zufallsmonster, sondern immer eine Begründung, warum der jeweilige Gegner sich in der Krypta aufhält.

Positiv vermerke ich auch das Layout. Die Autoren benutzen ein System von Kästen und Icons, die regelrelevante Anteile des Abenteuers schön vom Rest des Textes abheben und gerade die oft überlesenen Fertigkeitswürfe kaum übersehbar illuminieren. Und dass z.B. die Originalquellen der Gegner per Hyperlink in das Dokument integriert wurden, halte ich durchaus für ein Plus, selbst wenn die Spielwerte im Anhang eh wieder aufgeführt werden.

Das größte Plus aber sind die Illustrationen und Karten, die in dem Abenteuer enthalten sind. Das ist auch kein Wunder, ist doch Todd Gamble ein recht bekannter Name im D&D-Universum, 3-maliger Ennie-Gewinner, mehrfacher Gewinner des Origin-Awards und unter anderem für die Karten in den 3.5-Grundregelwerken verantwortlich. Der zweite Illustrator im Bunde, Indy-Comic-Zeichner Tim Tyler, ist zwar bei weitem nicht so bekannt, aber auch seine Zeichnungen sind durchaus sehenswert.

Leider verstecken sich im Abenteuerdesign auch die ein oder andere Schwäche. Das beginnt mit der für mein Gefühl teilweise umständlichen Satzstellung des Autors, die mich immer wieder beim Lesen stocken lässt, weil sich der Text so merkwürdig anhört. Allerdings ist er nicht unverständlich, nur nicht immer so präzise, wie man das von professionellen Abenteuerschreibern gewohnt ist.

Möglicherweise schlimmer ist eigentlich, dass das Abenteuer sehr stark geskriptet ist. In der Setting-Einführung haben die SC rein gar nichts zu tun außer dem Sermon des Spielleiters zuzuhören und auch der eigentliche Auslöser der Kryptenerkundung wird nur dann reibungslos funktionieren, wenn diese ihre Möglichkeiten nicht nutzen (dürfen). Kaum vorstellbar, dass der Diebstahl sonst so einfach über die Bühne ginge. Vielleicht ist das gar nicht so relevant, weil der Eingang zur Krypta ja kaum zu übersehen ist, aber dennoch hätte man das sicher geschickter gestalten können. Und was schlägt der Autor vor, wenn die Spieler nicht drauf eingehen wollen? Naja, dann begegnen sie halt einem Schwarzbären. Warum auch immer.

Und Apropos Diebstahl: Das Diebesgut muss natürlich für den Bestohlenen wertvoll genug sein, damit dieser überhaupt hinterherrennt. Allerdings reden wir hier von Stufe 1-SC mit ihrer Grundausrüstung, hier bestünde also ein gewisser Bedarf zu Vorarbeiten, was im Abenteuer aber nicht einmal vorgeschlagen wird. Statt dessen darf sich der SPIELLEITER einen für den SPIELERCHARAKTER persönlich wertvollen Gegenstand ausdenken und diesem mitteilen, ohne dass der Spieler etwas mitzureden hätte. Da wird dieser sich sicher freuen.

Dann darf man sich durchaus zu Recht fragen, ob die im Abenteuer zu gewinnenden Schätze für Stufe 1-SC nicht vielleicht ein bissl viel zu wertvoll und damit balancegefährdend sind. Speziell der Hauptpreis, ein geringeres Artefakt, dürfte vom Wert her schon ausreichen, dass die SC sich zur Ruhe setzen können. Immerhin schienen sich die Designer dessen bewusst zu sein und machen diverse Fähigkeiten des Artefakts von der Stufe der SC abhängig. Aber selbst in der Grundform ist es eigentlich nichts, was man einem Stufe 1-Charakter in die Hand drücken sollte.

(Ansonsten gefällt mir das Artefakt aber sehr gut, hat es doch so ein bissl was von meinen geliebten magischen Gegenständen aus der AD&D-Ära, in der diese noch Namen hatten und gerne als Einzelstück gefertigt waren; es hat halt nur nichts in einem Stufe 1-Abenteuer zu suchen).

Weiter ist mir aufgefallen, dass die Spielwerte nicht immer ganz regelkonform zu sein scheinen. Ich vermute, dass es sich dabei um Absicht handelte, aber es führt halt zu nicht 100% korrekten Spielwerten. Was mich persönlich nicht stört, zumal ich auf so etwas normalerweise kaum achte.

Eher schmunzeln musste ich hingegen bei der Auflistung der Abenteuer-XP. Da gibt es welche für das Erreichen bestimmter Spielziele, aber auch welche dafür, dass die Spieler bestimmte Aufgaben am Tisch übernehmen (Kartenzeichnen, Schatzverwaltung u.ä.). Und (an dieser Stelle bitte entsetzt aufstöhnen) XP für gutes Charakterspiel gibt es auch 😛

Fazit: Da die Krypta des Sonnenfürsten wohl als Proomoabenteuer für die komplette Linie galt und daher von Anfang an gratis erhältlich war, muss sich der Wert auch an diesem Preis messen lassen. Und für lau kann man ganz bestimmt nicht meckern. Der Kern des Abenteuers, die Krypta selbst, gefällt mir durchaus und ist auch schön beschrieben. Der enthaltene Hintergrund macht mich durchaus neugierig, mehr über das Setting zu erfahren und die Karten und Illustrationen sind von wirklich hoher Qualität. Allerdings muss man beispielsweise im Shop bei Paizo 5$ dafür hinlegen, und da bin ich dann doch froh, mich direkt auf der Seite der Macher als Trial Member angemeldet zu haben, um es mir erst mal für lau anzuschauen, denn mit einem durchschnittlichen Pathfinder Society Scenario (und die kosten nur 4§) kann es dann doch nicht mithalten. Vielleicht ein unfairer Vergleich, da Paizo ganz andere Möglichkeiten hat, aber mein Geldbeutel ist leider begrenzt.

Immerhin hat es mich neugierig genug gemacht, um mir auch das zweite kostenfreie Abenteuer anzuschauen und danach vielleicht sogar 10$ in ein Monatsabo zu investieren. Die Abenteuer sind nämlich auch als web-page gestaltet abrufbar und mit besagten 10$ hätte ich auf alle Abenteuer Zugriff und könnte dann entscheiden, ob das durchaus erkennbare Potential sich mit zunehmender Praxiserfahrung auch in entsprechende Qualität umsetzt (Plus zugriff auf das Kampagnensetting, dass mich durchaus interessiert; plus Download von 2 Abenteuern). Und die Wertungen späterer Abenteuer von Endzeitgeist (aka Thilo Graf, aus dem „Pathways“-Magazin bekannt) lassen solches durchaus vermuten, insoweit will ich jetzt gar nicht zu kritisch klingen.

Aufgrund der Qualität der Karten und der durchaus brauchbaren Krypta vergebe ich 3,5/5 Punkten (oder 70%).